Old, New, Borrowed, Blue - Ballett @ Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen [vom 25. November bis 6. Juli]

Old, New, Borrowed, Blue - Ballett


78
25.
Nov.
 
- 6.
Jul.
19:30 - 21:30

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Musiktheater im Revier
Kennedyplatz, 45881 Gelsenkirchen
Was einer Braut als Glücksmotto für die Ehe mit auf den Weg gegeben wird, das gilt genauso auch für eine glückliche Zusammenstellung eines neuen Ballettabends. Etwas Altes, Neues, Geborgtes, Blaues soll dabei sein – das alles gut kombiniert, und nichts kann mehr schief gehen. Gesagt, getan. Vier Choreografen, vier Werke, vier künstlerische Profile, ein Ziel: die große Bandbreite des zeitgenössischen klassischen Tanzes auf der Bühne des MiR optimal zu präsentieren.
In vier Meisterwerken des Balletts zeigt das Ballett im Revier auf mitreißende und faszinierende Weise, wie sich der klassische Tanz von und für Menschen von heute darstellt: jung, wach, elegant, kraftvoll, voller Schönheit – und natürlich auf Spitze. „Old, New, Borrowed, Blue“ — Tradition und Zukunft sind keine Gegensätze, sondern hängen aufs engste zusammen. Als „Old“ fungiert hier David Dawsons zwar überhaupt nicht altes, aber schon liebgewonnenes „A Sweet Spell of Oblivion“ aus dem Ballettabend „Bᶟ vertanzt“. Für Gelsenkirchen „New“ ist das Pas de deux aus Uwe Scholz‘ Mozart-Klassiker „Jeunhomme-Klavierkonzert“ (1986). „Borrowed“ wird Bridget Breiners „In Honour of“ vom Lettischen Nationalballett in Riga, und „Blue“ erklärt sich schon aus dem Titel von Jiří Kyliáns „Indigo Rose“.

Uwe Scholz (1958-2004) und Jiří Kylián (*1947) gelten schon heute als Klassiker des modernen Balletts. Ihre Choreografien sind von zeitloser Schönheit und unverkennbar persönlichem Stil. Kylián hat für das Ballett im Revier sein Stück „Indigo Rose“ ausgewählt, das er ganz ausdrücklich für die jungen Tänzer des Nederlands Dans Theater II und deren Energie geschaffen hat. Und Uwe Scholz, der wie kein zweiter musikalische in choreografische Sinfonien verwandelt, lässt sich für sein ungemein frisches Mozart-Pas de deux vom „Jeunehomme“-Klavierkonzert KV 271 eines 20 jährigen Mozart inspirieren. David Dawsons weltweit getanzte Bach-Choreografie „A Sweet Spell of Oblivion“ darf an diesem Abend nicht fehlen. Dawson zählt zu den aktuell führenden modernen klassischen Choreografen, seine Neufassung des romantischen Balletts „Giselle“ begeisterte schon 2014 das Publikum im MiR. Die Bach-Choreografie gleicht einer ekstatischen Ode an den Tanz und den Tänzer. Ballettdirektorin Bridget Breiner steuert zu diesem außergewöhnlichen Ballettabend ihre eigene Choreografie „In Honour of“ bei, die sie zur Musik „In Honour of Henry Purcell“ von Georgs Pelēcis in Riga geschaffen hat und nun dem Repertoire des Ballett im Revier hinzufügt.
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